Funkprüfungen

Akkreditierte Prüfungen für Funkprodukte

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Funkkomponenten testen

Ob zur Steuerung, Diagnose oder Fernwartung – Funkkomponenten sind in modernen Technologien unverzichtbar. Testlab verfügt daher über ein eigenes Funklabor mit einem hochqualifizierten Team, um den ständig wachsenden Anforderungen kompetent zu begegnen.

Wir führen Prüfungen im Frequenzbereich von 20 Hz bis 750 GHz für viele verschiedene Funktechnologien durch und begleiten Sie mit unserer Expertise. Durch unsere nach ISO/IEC/ 17025 akkreditierten Prüfungen schaffen wir somit die Basis für Ihren globalen Marktzugang.

Hochqualifizierte Mitarbeiter, optimale Prüfmittel und eine erstklassige Prüfdienstleistung sind entscheidend.

Bernd Steiner

Section Manager
Radio

Was können wir prüfen?

Zigbee / Matter / Thread
IEEE 802.15.4

AIS
Automatic Identification System für Schiff

UWB (ultrawide band)

mm-wave

NFC
13,56 MHz

RFID
LF, UHF

Bluetooth
Classic und LE

Short Range Devices (SRD)

GNSS
GPS, GALILEO, BEIDOU

WLAN
IEEE 802.11 b/g/n/a/ax

Radar

Cellular
5G, LTE (4G), GSM (2G), (UMTS)

Hochqualifizierte Mitarbeiter, optimale Prüfmittel und eine erstklassige Prüfdienstleistung sind entscheidend.

Bernd Steiner

Section Manager
Radio

Testlab bietet als unabhängiges und akkreditiertes Funklabor einen kompletten Service von der Projektierungsphase bis hin zur weltweiten Markteinführung für eine Vielzahl von unterschiedlichen Funkprodukten. 

Testlab ist unter anderem als Mitglied des European Telecommunications Standards Institute (ETSI) an der Gestaltung von relevanten Normen beteiligt. Aktuelle Entwicklungen werden frühzeitig durch geeignete Laborausstattung technisch umgesetzt.

Integrierte Zertifizierungsunterstützung

Über das Prüfen hinaus koordinieren wir Konformitätsprüfungs- und Zertifizierungsprozesse durch unsere anerkannten Zertifizierungsstellen. Dies ermöglicht einen strukturierten Weg von der Laborprüfung bis zur internationalen Zulassung.

Planen Sie Ihren Marktzugang

Die Funkregularien variieren je nach Land/Region und Technologie.

Planen Sie Ihren Test- und Zertifizierungsweg frühzeitig mit uns, um Verzögerungen zu vermeiden und einen reibungslosen Marktzugang zu gewährleisten.

Unsere Funkzertifizierung

Testlab ist:

  • Notifizierte Stelle - Richtlinie 2014/30/EU (Elektromagnetische Verträglichkeit, kurz EMV)

  • Notifizierte Stelle - Richtlinie 2014/53/EU (Radio Equipment Directive, kurz RED)

  • Notifizierte Stelle - Richtlinie 2014/90/EU (Marine Equipment Directive, kurz MED)

  • Telecommunications Certification Body (kurz TCB) für die USA für den EMV- und Telekommunikationsbereich (Radio)

  • Foreign Certification Body (kurz FCB) für Kanada im Telekommunikationssektor

  • Registered Certification Body (kurz RCB) für Japan im Bereich "spezifizierte Funksysteme"

Akkreditierungen

Das Funklabor von Testlab ist unter anderem akkreditiert für EMV- und Funk-Prüfungen nach allen relevanten Funk-Standards gemäß

  • ETSI - European Telecommunications Standards Institute

  • ANSI - American National Standards Institute

  • FCC - Federal Communications Commission

  • ISED - Innovation, Science and Economic Development Canada

  • IEC - International Electrotechnical Commission

  • RSS - Radio Standards Specification

  • AS/NZS - Standards Australien und Neuseeland

  • ARIB - Association of Radio Industries and Businesses, Japan

  • MIC - Ministry of Internal Affairs and Communications, Japan

Unsere zusätzlichen Services

Zusammenarbeit

vor Ort in unserem Labor

Seminare und Schulungen

für ein tieferes Verständnis komplexer Themen
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Projektmanagement

für komplexere Projekte

Monitoring

für genauere Überwachung der Prüflinge
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Logistik- und Lagerservices
für den sicheren Transport Ihrer Prüflinge
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FAQ – Funk

Habe ich ein Funkprodukt?

Gegenfrage: Hat Ihr Produkt eine Antenne?

Es mag seltsam klingen, aber diese Frage ist manchmal nicht so leicht zu beantworten.
Auf den ersten Blick mag ein Produkt scheinbar keine sichtbare Antenne haben, kann aber trotzdem als Funkprodukt betrachtet werden müssen.

In einigen Fällen werden z.B. Antennen an die Innenseite des Gehäuses geklebt oder direkt auf die Leiterplatte montiert. Produkte, die kabelloses Laden unterstützen oder Funkortung besitzen, fallen ebenfalls unter diese Richtlinie und müssen entsprechend geprüft und bewertet werden.

Wir unterstützen Sie gerne bei Ihren spezifischen Anliegen und arbeiten mit Ihnen zusammen, um die beste Lösung für Sie zu finden.

Welche Richtlinie gilt für Funkprodukte im europäischen Wirtschaftsraum?

Ein Funkprodukt fällt in den meisten Fällen in den Anwendungsbereich der Richtlinie 2014/53/EU RED. Diese umfasst neben den Anforderungen an die Frequenznutzung auch Anforderungen an die EMV und die Sicherheit (elektrische Sicherheit und HF Exposition. Seit dem 01. August 2025 sind Anforderungen an Cyber Security verpflichtend hinzugekommen. 

Je nach Produkt können auch weitere Richtlinien (für z.B. Maschinen, Kraftfahrzeuge, Spielzeug, ...) zusätzlich gelten. In jedem Fall ist es Aufgabe des Herstellers, das Produkt durch eine geeigneten Risikoanalyse gegenüber allen Anforderungen zu bewerten.

Ich habe ein bereits "zugelassenes" Funkmodul integriert. Muss ich dann noch etwas machen?
Sogenannte Funkmodule müssen ebenfalls einem Konformitätsverfahren unterzogen werden, bevor sie auf den Markt kommen. Daher fallen sie auch unter die RED. 

Wenn ein Funkmodul als konform erklärt wurde und anschließend in ein anderes Gerät integriert wird, wird 

der "Integrator" zum Hersteller des neuen Produkts und ist somit für das Endprodukt im Sinne des RED verantwortlich. Er muss sicherstellen, dass auch das Endprodukt alle Anforderungen der RED erfüllt. Hierzu ist eine Risikobewertung zu erstellen und es sind mindestens Integrationsprüfungen durchzuführen.

Unterstützung wird durch ETSI EG 203 367 bereitgestellt, der zwischen folgenden Szenarien für die Modulintegration unterscheidet:

Modell 1
Funktechnologie und Nicht-Funktechnologie sind weitgehend unabhängig und lassen sich leicht voneinander trennen . Außerdem werden die Geräte unabhängig voneinander auf den Markt gebracht. Dies wird als "kombinierte Ausrüstung" bezeichnet und ein Kombinationstest wird empfohlen.

Modell 2
Nicht-Funktechnologie und Funktechnologie sind untrennbar. Das gesamte Endgerät wird zu einem Funksystem. Integrationstests von Funktechnologien.

Modell 3
Der Integrator entspricht nicht den Herstellerspezifikationen der Funktechnologie. So entsteht ein neues Radioprodukt. Eine vollständige Konformität gemäß RED muss am Endgerät durchgeführt werden.

Wenn Sie detailliertere Informationen zu diesem Thema lesen möchten, werfen Sie bitte einen Blick auf die REDCA Technical Guidance Note 01 unter folgendem Link:

PDF herunterladen: REDCA Technical Guidance Note 1 (externer Link)

Wie kann ich unnötige Kosten vermeiden und Zeit bei der Entwicklung drahtloser Produkte sparen?

Unser Artikel wird Ihnen dazu eine Orientierung geben! Je früher Sie die Probleme in der Entwicklung Ihrer Produkte angehen, desto besser.

In welchen Ländern sollte Ihr Produkt vermarktet werden?

Die Wahl der Länder hat nicht nur einen entscheidenden Einfluss darauf, welche Tests für Ihr Produkt erforderlich sind, sondern auch darauf, welche Frequenzen sie verwenden dürfen und welche Komponenten sie verwenden dürfen.

Daher muss die Frage "Wo möchte ich mein Produkt vermarkten?" VOR der Entwicklung des Produkts, wenn möglich, gestellt werden.

Warum? Nun, Kosten, Kosten, Kosten!

  • Kosten für die tatsächliche Genehmigung

  • Kosten für Tests entsprechend länderspezifischen Anforderungen

  • Kosten für die Handhabung (Testproben, Fristen, Versand, Gebühren usw.)

Die genaue Kenntnis der Anforderungen vermeidet Kosten für Überarbeitungen und Neugestaltung

Außerdem sollten Sie sich auch mit den Vorschriften und Anforderungen der jeweiligen Länder vertraut machen. Zum Beispiel kann die Anzahl der Sender in Ihrem Gerät und die Größe des Geräts eine Rolle spielen. Spätere Überarbeitungen aufgrund unzureichender Planung sind teuer und verursachen unnötigen Stress. Bereite dich also gut vor!

Schau beim Kauf von Modulen genau hin!

Ist ein vorzertifiziertes Modul das, was du integrieren möchtest, auch vorzertifiziert für die Länder, in denen du dein Endprodukt vermarkten möchtest?

Welche Tests sind dann notwendig? Welche Genehmigungsstrategie ist dann am geeignetsten?

Als Experte für Funkprodukte und deren Zulassung unterstützt unser Team Sie gerne bei der Beantwortung dieser und anderer Fragen.

Welche Testanforderungen / Richtlinien musst du einhalten?

Welche Testanforderungen und Richtlinien Sie beachten sollten bzw. müssen, lässt sich nur konkret beantworten, wenn klar ist, in welchen Ländern Ihr Produkt vermarktet werden soll. In einigen Fällen, wie in der EU, fallen viele Länder unter eine Richtlinie (2014/53/EU). Einige andere Länder, wie die USA und Kanada, haben unterschiedliche Anforderungen an Prüfungen und Zertifizierungen, obwohl sie geografisch nah beieinander liegen.

Auch in einigen Ländern, wie Brasilien, werden Testergebnisse ausländischer Labore nicht akzeptiert, aber die Tests werden teilweise nach denselben Teststandards wie in der EU durchgeführt. Was uns automatisch zur nächsten Frage führt:

Wie hoch sind die Kosten für Tests/Genehmigungen und wie viel Zeit habe ich zur Planung?

Ein Punkt, der relativ leicht zu beantworten ist: Je mehr Länder, desto höher sind die Kosten und die benötigte Zeit. Leider stehen diese Faktoren nicht linear zueinander und müssen von unserem Expertenteam individuell berücksichtigt werden. Schließlich gilt Folgendes auch für die Akkreditierung: verschiedene Länder, unterschiedliche Bräuche. Anforderungen, Tests, Kosten und Geschwindigkeit der Genehmigung variieren von Land zu Land.

Folgende Kosten für die Zulassung von Funkprodukten müssen berücksichtigt werden:

  • Gebühren für Behörden, notisierte Stellen, externe Dienstleister

  • Versandkosten für Testproben ins Ausland

  • Testkosten

  • Genehmigungsplanung und -verwaltung

  • Zollgebühren

Als professioneller Dienstleister erstellt unser Team hier bei NMi Testlab einen transparenten Überblick für Sie, in dem alle Kosten für die Genehmigung in den einzelnen Ländern sichtbar sind und die Zeitplanung auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Sie erhalten außerdem einen Überblick darüber, welche Testproben wann und wann und wo zusätzliche Dokumente eingereicht werden müssen, um den Zeitplan einzuhalten.

Je nach Umfang und Komplexität Ihrer Genehmigungen kann ein Projekt von wenigen Wochen bis etwa einem Jahr dauern. Dies umfasst in der Regel mehrere Teilprojekte, d. h. die Genehmigung kann für ein Land bereits abgeschlossen sein, während sie für ein anderes noch aussteht. Dies ist besonders relevant, wenn Sie Ihr Produkt an einen OEM verkaufen möchten, der eine Genehmigung für alle erforderlichen Länder verlangt.

Um Ihnen bei der Planung und Abschätzung der Zeit und der erwarteten Kosten für die Markteinführung Ihres Produkts zu helfen, kontaktieren Sie uns so bald wie möglich.

Was muss ich bedenken, bevor ich ein Funkprodukt auf den Markt bringe?

Wie im zweiten Teil der Serie erwähnt, ist es sehr wichtig, das Marketing des Produkts VOR der Entwicklung zu bedenken, nicht nur aus Kostengründen.

Denn obwohl einige Regionen gemeinsame Teststandards haben, liegen die Knackpunkte oft in den Details. Obwohl der Vorteil des Europäischen Wirtschaftsraums darin liegt, eine einheitliche Regulierung für Funkprodukte in Form von RED (Funkgeräterichtlinie) oder 2014/53/EU zu haben, ist es wichtig zu beachten, dass auch länderspezifische Vorschriften weiterhin gelten können.

Was muss ich bedenken, wenn ich ein Radioprodukt, z. B. in Europa, vermarkten möchte?

Im Allgemeinen muss der Hersteller vor dem Verkauf eines Produkts in der EU einem Konformitätsprüfungsverfahren unterziehen, das in der einschlägigen Richtlinie vorgesehen ist, um die CE-Markierung anbringen zu dürfen.

Für Radioprodukte ist das unter anderem das RED. Der Hersteller ist jedoch auch verpflichtet zu prüfen, ob andere Richtlinien anwendbar sind.

Dabei hat ein Hersteller folgende Aufgaben:

  • Führen Sie die entsprechende Konformitätsprüfung durch oder lassen Sie sie durchführen

  • Bereite die erforderlichen technischen Unterlagen vor

  • Ausgabe der EU-Konformitätserklärung

  • dem Produkt Anleitungen zur Anwendung und Sicherheitsinformationen in einer für Verbraucher und Endnutzer leicht verständlichen Sprache bereitzustellen und die vom jeweiligen Mitgliedstaat festgelegt wird

  • Kennzeichnen Sie das Produkt mit einer Typnummer, Chargennummer, Seriennummer oder einer anderen Marke zu Identifikationszwecken

  • Setzen Sie das CE-Kennzeichen an, das den Herstellernamen, den eingetragenen Markennamen und die einzige Kontaktadresse angibt

Was ist die RED – Funkausrüstungsrichtlinie – und warum ist sie so wichtig?

Das RED (2014/53/EU), auch bekannt als Funkausrüstungsrichtlinie, enthält keine spezifischen Testverfahren. Die sogenannten "wesentlichen Anforderungen" für ein Funkprodukt werden jedoch hier formuliert, deren Einhaltung anhand harmonisierter Standards nachgewiesen wird.

Unter Verwendung harmonisierter Standards gilt dann das Vermutungsprinzip. Daher wird daraus geschlossen, dass ein Produkt durch die Anwendung harmonisierter Standards, die im Amtsblatt der Europäischen Kommission aufgeführt sind, die wesentlichen Anforderungen der Europäischen Union erfüllt. Bezüglich des RED kann nun ein CE-Zeichen auf das Produkt angewendet werden, sodass der Verkauf im Europäischen Wirtschaftsraum erlaubt ist.

Als Hersteller oder Händler müssen Sie daher angeben, welche harmonisierten Standards Sie berücksichtigt und auf Ihr Produkt angewendet haben.

Wann gilt die RED (Radio Equipment Directive)?

Das RED gilt für sogenannte Funkgeräte. Aber was ist Funkgerät? Nun, laut RED ist "eine Funkanlage ein elektrisches oder elektronisches Produkt, das Radiowellen zum Zweck der Funkkommunikation und/oder der Funklokalisierung aussendet und/oder empfängt, oder ein elektrisches oder elektronisches Produkt, das Zubehör wie eine Antenne benötigt, um Radiowellen für den vorgesehenen Zweck der Funkkommunikation und/oder Funkortung auszusenden und/oder zu empfangen."

Es gibt eine Reihe von Aspekten zu beachten, insbesondere beim Nachbau von Funkmodulen in Geräte, die bisher nicht unter den RED-Bereich fielen (z. B. Waschmaschine, Zahnbürste, Beleuchtung...).

Wie erfülle ich die Anforderungen der RED (Radio Equipment Directive)?

Überlege dir, welches Produkt du hast, was du damit machen möchtest und was der beabsichtigte Anwendungsfall (Produktentscheidung) ist.

Ein erster Schritt kann sein, eine Risikobewertung zu verfassen. Dabei ist es entscheidend, zu identifizieren, welche potenziellen Gefahren Ihr Produkt im Hinblick auf die wesentliche Anforderung (Risikobestimmung) darstellen könnte. Daher müssen Hersteller eine Risikobewertung durchführen, um zunächst alle möglichen Risiken des Produkts zu identifizieren und die wesentlichen Anforderungen für das betreffende Produkt festzulegen. In der Risikoanalyse werden die Gefahren qualifiziert und anschließend bewertet.

Wir werden in einem späteren Teil dieser Serie erklären, was bei einer Risikobewertung berücksichtigt werden muss.

Was, wenn es keine harmonisierten Standards für mein Produkt gibt?

In bestimmten Fällen, z. B. wenn ein Teststandard nicht im Amtsblatt aufgeführt ist, muss eine sogenannte Notified Body (früher Notified Body) konsultiert werden, die dann die Konformität bestätigt.

Was muss ich bei der Integration bestehender Funkmodule beachten?

In den vorherigen Artikeln haben wir darüber geschrieben, was ein Radioprodukt überhaupt ist, welchen Einfluss die Auswahl der Länder auf das Endprodukt haben kann und wie die Marktplatzierung in der EU erfolgt. In diesem Beitrag behandeln wir ein weiteres kritisches Thema: die Integration von Funkmodulen.

In vielen Fällen wird ein erfolgreiches Produkt für moderne Kommunikationsanforderungen konfiguriert, indem ein bereits auf dem Markt erhältliches Funkmodul in das Gerät integriert wird. Klingt das alles einfach? Es ist – wenn folgende Punkte berücksichtigt werden:

Wenn ich ein bereits genehmigtes Funkprodukt in meinem Gerät installiere, ist doch alles schon erledigt, oder?

Das ist ein klares Missverständnis!

Es ist entscheidend festzustellen, für welche Märkte genau das Radioprodukt zugelassen wurde und nach welchen Standards. Stimmen diese mit Ihren eigenen Märkten und Standards überein?

In jedem Fall gibt es Tests, die in Europa für das Endgerät durchgeführt werden  müssen, mit Schwerpunkt auf EMV und elektrischer Sicherheit. Darüber hinaus werden in Europa (RED) sowie für die USA (FCC) und Kanada (ISED) Integrationsmessungen für die Funktechnologien dringend empfohlen.

Sind die Anforderungen überall gleich?

Wie bei der vollständigen Messung eines Endgeräts mit drahtlosen Technologien gibt es Ähnlichkeiten in den Anforderungen des RED im Vergleich zu den Anforderungen der FCC sowie der ISED für die Modulintegration. Aus Sicht der Testtechnik unterscheiden sich die Testaufbauten und Messanforderungen jedoch so sehr, dass in den meisten Fällen keine Synergien auftreten.

Dennoch können Sie Kosten sparen, wenn Sie einen Anbieter wie NMi Testlab wählen, der die erforderlichen Tests von einer einzigen Quelle anbieten kann. Das verringert oft den Zeitaufwand (du bekommst deine Testberichte schneller) und du hast weniger zu koordinieren (Testproben schicken, Termine vereinbaren usw.).

Wahl des Funkmoduls

Es gibt eine große Auswahl an Funkmodulen auf dem Markt.

Um  hier eine geeignete Auswahl zu treffen, ist eine gewisse Vertrautheit erforderlich. Zum Beispiel ist es nicht immer vorteilhaft, den "Allrounder" zu verwenden, wenn nur eine einzige Funktechnologie verwendet wird.

Es kann hier große Hürden geben, besonders bei der Integration in Geräte für den US-Markt. Außerdem muss bei der Auswahl auch ein guter Kontakt zum Modulhersteller berücksichtigt werden, da verschiedene Dokumente erforderlich sind, z. B. zur Genehmigung. Eine unkomplizierte und kooperative Kommunikation macht den Genehmigungsprozess deutlich einfacher.

Zuletzt, aber keineswegs die wichtigsten Punkte, sind natürlich der Preis sowie die Qualität.

Welche verpflichtenden Dokumente des Funkmoduls sind für eine Genehmigung erforderlich?

Für die Integration eines vorqualifizierten/zertifizierten Funkmoduls sind im Grunde keine verpflichtenden Dokumente erforderlich.

Dennoch ist es vorteilhaft, bestimmte Dokumente vom Modulhersteller anfordern zu können. Hilfreiche Dokumente umfassen beispielsweise Zertifizierungszertifikate, die DoC (Declaration of Conformity) und bestehende Testberichte.

Was muss ich über die Genehmigungsstrategie wissen?

Welche Auswirkungen hat die Genehmigungsstrategie auf mein Produkt?

Die Erstellung einer Genehmigungsstrategie ist ein wichtiger Punkt, den Sie, wenn möglich, während der Entwicklungsphase Ihres Produkts tun sollten. Die folgenden Punkte können bestimmt werden:

  • Länderauswahl (in welchen Ländern möchtest du dein Produkt vermarkten?)

  • Technologie (welche Technologien möchtest du verwenden oder erlauben?)

Aus diesen beiden Punkten folgen die nächsten Schritte. Die Kombination aus den gewünschten Ländern und der verwendeten Technologie führt zu Anforderungen, denen Ihr Produkt entsprechen muss. Die Anforderungen sind sowohl technischer als auch administrativer Natur.

In den späteren Entwicklungsphasen ist es oft schwierig, Anforderungen in ein Produkt zu integrieren... Sie können teure Neugestaltung vermeiden, wenn Ihr Entwicklungsplan in einem frühen Stadium die Anforderungen der Genehmigungsstrategie berücksichtigt.

Technische Anforderungen

Das Beispiel WLAN ist ein gutes Beispiel für die unterschiedlichen technischen Anforderungen, da die erlaubten WLAN-Kanäle in einigen Ländern nicht identisch sind und die erlaubten Übertragungsbefugnisse ebenfalls von Land zu Land unterschiedlich sind.

Was muss ich bei der Genehmigung von Funkprodukten beachten?

Was ist eine Funkgenehmigung?

Eine Genehmigung ist eine von einer Behörde ausgestellte Genehmigung, die es einem Produkt – in diesem Fall einem Funkprodukt – erlaubt, in einen bestimmten Markt (Land oder Wirtschaftsraum) einzutreten. Es muss im Voraus beantragt werden und ist in der Regel mit spezifischen Anforderungen, Fristen und Kosten verbunden.

Das Produkt darf ohne Genehmigung für den relevanten Markt nicht verkauft werden.

Selbst wenn die Genehmigung erst ganz am Ende abgeschlossen ist, also nach den eigentlichen Tests, ist es dennoch ein Thema, mit dem Sie sich ganz am Anfang befassen sollten.

Warum sollte frühzeitig eine Genehmigungsstrategie entwickelt werden?

Die Produktentwicklung dauert manchmal mehrere Monate. Warum wird immer empfohlen, gleich zu Beginn an die Genehmigung zu denken? Schließlich wird es nicht erst relevant, wenn das Produkt bereits fertig ist?

Antwort: Weil Genehmigungen einen entscheidenden Einfluss auf die Gesamtkosten und vor allem auf den Marktstarttermin haben, einschließlich aller damit verbundenen Aktivitäten (Logistik, Produktion, Marketing, Vertrieb). Die Anforderungen einzelner Länder können unterschiedlich sein und haben somit bereits Einfluss auf die Auswahl von Komponenten und Modulen oder darauf, wie die Firmware programmiert werden muss.

Je besser Sie über die individuellen Anforderungen, Zeiten und Kosten der Genehmigung für die gewünschten Märkte Ihres Produkts informiert sind, desto besser können Sie planen und Probleme beim Marktstart vermeiden. Ein professioneller Dienstleister kann Sie hier in einer frühen Phase beraten und transparent eine Genehmigungsstrategie entwickeln, die zu Ihnen passt. Unterschätzen Sie den Aufwand nicht! Gerade bei Genehmigungen für mehrere Länder ist professionelle Beratung gut investiertes Geld.

Welche Dokumente sind für eine Registrierung erforderlich?

Dokumente müssen nicht in jedem Fall einer Behörde oder deren Vertretern vorgelegt werden. Dennoch sollten Sie die entsprechenden Dokumente bereit haben, falls Anfragen von den Behörden auftreten.

Zusätzlich zu den vom Prüflabor ausgestellten Testberichten müssen in der Regel viele weitere Dokumente vorgelegt werden, um die Zulassung für das Produkt zu erhalten.

Welche Dokumente es sich dabei handelt, hängt jedoch von den Anforderungen der jeweiligen Länder ab. Typische Dokumente sind z. B.

  • Testberichte eines anerkannten Labors

  • Blockdiagramme

  • Teilelisten

  • Schaltpläne

  • Bedienungsanleitungen

  • Innen- und Außenfotos des Geräts

  • usw.

Wann und an wen müssen die Dokumente für eine Genehmigung gesendet werden?

Diese Frage stellt sich nur, wenn Sie alle notwendigen Dokumente gesammelt haben. Wenn Sie mit einem professionellen Dienstleister zusammenarbeiten, überwacht dieser die Fristen und kümmert sich darum, die Dokumente an die relevanten Ansprechpartner weiterzugeben. Die wichtigere Frage ist daher, woher Sie diese erforderlichen Dokumente bekommen und welche Sie selbst vorbereiten müssen.

Die Beschaffung der erforderlichen Dokumente kann manchmal sehr zeitaufwendig sein und, wie bereits erwähnt, bereits zu Beginn des Projekts erfolgen. So stellen Sie sicher, dass Sie die Fristen für die Markteinführung des Produkts einhalten können. Wenn Sie beispielsweise Funkmodule integrieren, können Sie nicht alle Dokumente selbst erstellen, da sie von Ihrem Lieferanten bereitgestellt werden müssen. Idealerweise sollten Sie dies während der Entwicklung Ihres Produkts klären.

Sobald alle erforderlichen Dokumente gesammelt sind, wird das Datenpaket an die zuständige Stelle gesendet, z. B. an die Benachrichtigungsstelle (RED), TCB (FCC), FCB (ISED), RCB (MIC), direkt an die Behörde oder sogar einen Vertreter oder Dienstleister. Um unnötige Anfragen zu vermeiden, sollte die bereitgestellte Dokumentation den jeweiligen Anforderungen entsprechen.

Es ist gut, jetzt professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, da sich Anforderungen und Kontakte ständig ändern. Wenn Sie nicht die Zeit und Kapazität haben, diese Angelegenheiten selbst zu regeln, nutzen Sie das Wissen von Experten, die auf diesem Bereich spezialisiert sind.

NMi Testlab hat für diesen Zweck ein erfahrenes Team zusammengestellt, das Ihre Genehmigungen für Sie übernehmen kann. Wir stehen weltweit in Kontakt mit Behörden, Vertretern und Agenten, um die Genehmigung Ihres Funkprodukts so effizient wie möglich einzuholen. Im Rahmen eines Genehmigungsmanagementsystems kümmern wir uns um die Bereitstellung der Dokumente, die Einhaltung der Fristen und die Kommunikation mit den Genehmigungsbehörden. Sie können den Fortschritt des Projekts jederzeit transparent verfolgen und behalten stets die volle Kontrolle über Projekt und Kosten. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf, wir helfen Ihnen gerne weiter!

Genehmigung – sobald sie erteilt ist, ist alles erledigt?

Endlich fertig! Ihr Radioprodukt wurde genehmigt und der Verkauf kann in den entsprechenden Märkten beginnen. Herzlichen Glückwunsch!

Die größte Hürde ist überwunden! Allerdings ist das Zulassungsmanagement für den gesamten Lebenszyklus Ihres Produkts auch nach Abschluss der Zulassung notwendig. Oft wird diese Anstrengung unterschätzt oder gar nicht berücksichtigt.

Abgesehen von weiteren Verkaufsmärkten, für die eine neue Genehmigung notwendig sein kann, können Sie zwei Punkte im Genehmigungsmanagement unterscheiden:

  • Du hast eine Produktänderung

  • Es gibt keine Änderungen an Ihrem Produkt

Änderungen an Ihrem Funkprodukt

Viele Produkte werden im Laufe der Zeit angepasst, erweitert, verändert oder in Variationen neu eingeführt. Manchmal werden neue Benutzergruppen adressiert oder der Anwendungsbereich erweitert.

Gilt das auch für Ihre Produkte?

Bitte beachten Sie: Produktänderungen können manchmal erhebliche Auswirkungen auf Ihre Genehmigung haben. Wir sprechen nicht nur von Änderungen an der Hardware, sondern auch von Änderungen an der Software oder sogar an der Nutzung des Geräts.

Änderungen an der Software

Änderungen an der Software oder Firmware sind oft elementar – dennoch muss ein Einfluss auf die erteilte Genehmigung bewertet werden.

Zum Beispiel ist eine Änderung der Software zur Korrektur eines Rechtschreibfehlers in der Weboberfläche sicherlich vernachlässigbar. Andererseits kann eine Änderung der Leistungstabelle des Geräts eine neue Genehmigung bedeuten, wenn die neuen Werte eine höhere Ausgangsleistung bedeuten.

Das Hinzufügen einer grafischen Anzeige zur Benutzeroberfläche des Geräts kann entweder keine Auswirkungen haben oder sogar dazu führen, dass Ihr Gerät nicht konform wird.

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Auswirkungen die Softwareänderungen, die Sie bei der Genehmigung vornehmen möchten, unsicher sind, holen Sie sich bitte einen professionellen Rat ein.

Änderungen an der Hardware

Neben Softwareänderungen sind Hardwareänderungen im Lebenszyklus eines Geräts nicht ungewöhnlich. Zu diesen Änderungen gehören:

- Eine neue Antenne, da die alte Version nicht mehr verfügbar ist

- Komponentenänderungen (PIN-kompatibel), weil eine Komponente nicht mehr verfügbar ist

- Änderungen, weil eine neue Komponente nicht PIN-kompatibel ist

Die Federal Communications Commission (FCC) gibt dem US-Markt in FCC KDB 178919 Leitlinien, wie mit solchen Veränderungen aus ihrer Perspektive umzugehen ist. Ein ähnlicher Ansatz muss in allen anderen Ländern der Welt verfolgt werden. Zögern Sie daher nicht, Expertenrat einzuholen, wenn Sie Änderungen an Ihrem Produkt vornehmen!

Nutzungsänderungen

Nutzungsänderungen, bei denen Hardware oder Software gleich bleibt, werden oft vernachlässigt.

Beispiel: Produktmarketing findet eine neue Verwendung für das Gerät. Konkret wird ihr Produkt nicht mehr ausschließlich für den industriellen Gebrauch vermarktet, sondern ist nun auch für den Heimgebrauch vorgesehen. Oder der Marketingkanal Ihres Produkts ändert sich.

Das Anwendungsgebiet im Wohngebiet führt zu Grenzwerten, die von den Grenzwerten im Industriegebiet abweichen. Ohne diese Überlegung ist eine Nutzungsänderung nicht möglich. Darüber hinaus kann eine Nutzung des Wohnbereichs auch zu Anpassungen der Anleitungen und der Risikobewertung führen.

Nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter – Nutzungsänderungen können ohne angepasste Genehmigung sehr teuer sein: Verbot, Vermarktung durch die Marktaufsicht, Verlust der Versicherungsdeckung, Haftung für Missbrauch usw.

Keine Veränderungen während des Produktlebenszyklus

Aber selbst bei Produkten ohne Änderungen ist eine regelmäßige Überprüfung der aktuellen Anforderungen ratsam.

Hier ist das Beispiel im europäischen Raum, wo immer wieder überprüft werden muss, ob die aktuellen Anforderungen erfüllt sind. Neue Standards wie die ETSI EN 300 328 bringen teilweise neue Anforderungen an Ihr Produkt. Neben den Standards bringt die Richtlinie auch neue Anforderungen mit sich, wie zum Beispiel Cybersicherheit.

Ein guter Dienstleister informiert Sie rechtzeitig über relevante Änderungen in den Anforderungen.

Gültigkeit der Zulassung

Die Aufnahmen sind in der Regel nicht dauerhaft, müssen aber von Zeit zu Zeit erneuert werden. Es ist Ihre Verantwortung, sich rechtzeitig darum zu kümmern.

Wenn die Gültigkeit Ihrer Zulassung ausläuft, kann Ihr Produkt ebenfalls nicht mehr auf dem Markt verkauft werden.

Das kann eine sehr zeitaufwändige Aufgabe werden, sobald Sie ein größeres Produktportfolio haben und/oder an mehrere Länder verkaufen.

Das International Type Approval-Team von NMi Testlab überwacht die Gültigkeit der Produkte unserer Kunden genau. Sie können sicher sein, dass Sie zeitnah über Ablaufdaten informiert werden und weitere Maßnahmen, wie die Verlängerung der Genehmigung, mit Ihnen koordiniert werden.

Funkprüfungen – was gibt es zu beachten?

Sind die Radiotests bei RED (Europa), FCC (USA) und ISED (Kanada) unterschiedlich?

Ja, das sind sie.
Was die Zulassung von Funkprodukten betrifft, haben FCC und ISED technisch gesehen viel gemeinsam. Leider gibt es auch Unterschiede – und die liegen im Detail. In einigen Fällen unterscheiden sich die Ausgaben der referenzierten Teststandarden. Es gibt auch Unterschiede in den zu verwendenden Frequenzbereichen und Ausgangsleistungswerten.

Machen Sie daher nicht den Fehler, FCC und ISED gleichzusetzen. Neben den oben genannten Unterschieden in den technischen Anforderungen gibt es auch Unterschiede in der Art der Genehmigung. Mit NMi Testlab als Partner haben Sie erhebliche Vorteile: Durch die enge Zusammenarbeit zwischen unserem akkreditierten Labor und den Notifizierten Stellen kann Ihre Funkzulassung für die Märkte EU, USA, Kanada und Japan von einer Quelle erhalten werden. Für Sie bedeutet das: weniger Koordination und Organisationsaufwand sowie die Sicherheit von Testberichten eines Dienstleisters mit internationalem Ruf.

Wir besprechen das gerne in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen.

Aber wie sieht es mit den Tests aus, die die "Wesentlichen Anforderungen gemäß RED (2014/53/EU)" erfüllen sollen?

"Es gibt keinen Unterschied", "Ihr könnt das gemeinsam testen"... Dies sind nur zwei der Aussagen, die wir oft hören. Leider ist das nicht korrekt.

Wenn sich bei FCC und ISED "nur" die Frequenzbereiche und Ausgangsleistungsgrenzen unterscheiden, ist der Unterschied zum RED-konformen Test hier auch die Testkonfiguration. Während beispielsweise die Funktests für FCC und ISED bei unterschiedlichen Tischhöhen durchgeführt werden, ist die Tischhochkeit für RED-konforme Tests gleich. Darüber hinaus wird der Empfänger auch während der Funktests für den europäischen Markt getestet, was bei Tests für FCC oder ISED nicht berücksichtigt wird.

Es gibt viele weitere Unterschiede bei Prüfung und Zertifizierung  , es ist leicht zu verwirren, also zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.

Was sind InCountry-Prüfungen und was sollte berücksichtigt werden?

Neben den vielen Ländern, die Testberichte entweder nach europäischen oder US-amerikanischen Standards akzeptieren, gibt es einige Länder (z. B. China, Brasilien), in denen dies für eine Zulassung nicht ausreicht. In einigen Fällen verlangen diese Länder eigene Standards. Tests in einem der Labore des jeweiligen Landes (InCountry) sind ebenfalls verpflichtend.

Um in den jeweiligen Ländern eine Genehmigung erhalten zu können, ist es notwendig, ein Netzwerk von Kontakten aufzubauen und zu pflegen. NMi Testlab hat genau zu diesem Zweck ein Team, das ITA (International Type Approval) genannt wird. Dieses Team koordiniert alle notwendigen Tests und Genehmigungen für Sie in den jeweiligen Ländern, kümmert sich um die Kommunikation mit Agenten und Behörden und stellt sicher, dass alle erforderlichen Dokumente rechtzeitig eingereicht werden.

Wie viele Testproben/Testproben werden benötigt?

Grundsätzlich ist für die Tests der Funktechnologien nur ein Testexemplar erforderlich. Es sollte jedoch beachtet werden, dass mehrere Proben es dem Labor ermöglichen, im Falle eines Ausfalls eines DUT schnell zu reagieren (was leider gelegentlich vorkommt). Außerdem können Tests oft gleichzeitig durchgeführt werden, was den Testplan erheblich beschleunigen kann. Das senkt die Kosten für Sie und sorgt für schnellere Ergebnisse.

Funktests, insbesondere laut RED, erfordern ebenfalls EMV- und Sicherheitstests, für die ohnehin mehrere Proben erforderlich sind.

Empfehlungen von unserer Seite:

  • 2 Proben für die Funktests

  • 2 Proben für die EMV-Tests

  • 2 Muster für die Sicherheitstests

  • 1 unversiegelte offene Probe für die Dokumentation

Was kann ich als Hersteller tun, um sicherzustellen, dass der Test erfolgreich besteht? Gibt es eine Checkliste?

Als Grundlage für den Start eines reibungslosen Prozesses sind viele Informationen bereits für die Vorbereitung des Angebots nützlich. Je mehr Informationen Sie frühzeitig geklärt haben, desto einfacher ist es, Überprüfungen durchzuführen, um zukünftige Fehler zu vermeiden.

Die folgenden Informationen sind bereits bei der Erstellung des Angebots sehr hilfreich:

  • Modellbezeichnung des DUT (endgültig, bedeutungsvoll, eindeutig)

  • Datenblätter der verwendeten DUT und Funkmodule

  • Informationen zu externen Kabeln, elektrischen Anschlüssen und Stromversorgung

  • Temperaturbereich

  • Maximaler Stromverbrauch

  • Abmessungen und Gewicht des DUT

  • Details zu den verwendeten Funktechnologien

    • Frequenzen/Frequenzbereiche

    • Sendeleistung

    • Datenraten

    • Modulationen

    • Bands

Wie können typische Kostentreiber/Fehler vermieden werden?

Lass dich nicht mitreißen! Die meisten Fehler entstehen durch Zeitdruck, Informationsmangel und schlechte Vorbereitung. Nehmen Sie sich also Zeit und führen Sie vor dem Testtermin ruhig ein paar Qualitätskontrollen durch – es lohnt sich!

Vorbereitung der Tests:

  • Eine gute Vorbereitung von Dokumenten, Ausrüstung und insbesondere der Inbetriebnahme ist ratsam

  • Der Testpunkt sollte den Endstatus haben, da spätere Änderungen sonst in der Risikobewertung berücksichtigt werden müssten und erneute Tests notwendig sein könnten

  • Tests an Prototypen während der Entwicklung werden ebenfalls empfohlen

  • DUT-Bezeichnungen und -Spezifikationen müssen in allen Dokumenten (Datenblatt, Handbuch usw.) konsistent sein.

Inbetriebnahme der Anlage im Voraus

  • Funktionieren alle Betriebszustände und Testmodi?

  • Überprüfung der Überwachung

  • Fehlersimulation

  • Funktion der Überwachungssoftware

  • Lassen Sie die Beschreibung der Testaufbauten und des Betriebs überprüfen, z. B. von einem Kollegen

Empfehlung: Zusätzliche Testobjekte bereitstellen, z. B.

  • falls Testobjekte durchfallen

  • um Fehler oder Gerätefehler erkennen zu können

  • um Ergebnisse reproduzieren zu können

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps helfen und bereits für Ihre nächsten Tests beraten werden. Sicherlich lässt sich hier nicht alles im Detail beantworten, daher gilt Folgendes: Sprich mit uns, hol dir Rat und hab keine Angst, Fragen zu stellen. Unsere Account Manager verfügen über umfangreiche Erfahrung mit den verschiedenen Anforderungen und Technologien und beantworten Ihre Fragen gerne per Post, Telefon oder Chat. Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören!

Spezial: Cybersecurity – worauf muss ich mich vorbereiten? (April 2022)

Warum ist Cybersicherheit wichtig?

Cybersicherheit ist ein Thema, dem wir im Alltag immer häufiger begegnen. Ob Cyberangriffe auf Landkreise in Deutschland oder Ölpipelines in den USA; Präsidenten von Weltmächten, die sich gegenseitig Cyberangriffe vorwerfen oder Lösegeldforderungen nach Hackerangriffen fordern – wer kennt diese Berichte nicht?

Neue regulatorische Anforderungen zur Cybersicherheit von Produkten entstehen derzeit in vielen Ländern weltweit. Auch in Europa wird an diesen neuen Produktanforderungen gearbeitet. Die Europäische Kommission möchte in zwei Schritten vorgehen, um eine vollständige Abdeckung der Cybersicherheit in allen vernetzten Produkten sicherzustellen:

Schritt 1: RED-Funkgeräte-Richtlinie

Die Europäische Funkgeräterichtlinie 2014/53/EU (RED) wird nach einer kurzen Übergangszeit sowohl internetverbundene Funkgeräte als auch Funkkomponenten wie Funkmodule im Bereich Cybersicherheit abdecken. Dies betrifft auch Produkte, in denen Funkschnittstellen integriert wurden.

Ziel ist es, Datenschutz, Netzwerke und Betrugsschutz zu gewährleisten.

Schritt 2: Eine allgemeine, horizontale Gesetzgebung

Eine allgemeine, horizontale Gesetzgebung zur Cybersicherheit von Informations- und Kommunikationstechnologieprodukten (IKT), die dann alle verbleibenden drahtlosen und kabelgebundenen Produkte betrifft, die mit dem Netzwerk verbunden sind. Diese Anforderungen werden alle verbleibenden Cybersicherheitsrisiken hinsichtlich Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit regeln.

Auch dieser zweite Schritt wurde bereits gestartet.

Wie ist der Status des RED gemäß Cybersicherheit?

Der Aufschlag für die neuen Cybersicherheitsanforderungen für Produkte, die unter die Funkgeräterichtlinie fallen, wurde bereits vorgenommen. Die Europäische Kommission veröffentlichte im Januar 2022 einen delegierten Akt (Delegierte Verordnung (EU) 2022/30), der spezifische Anforderungen des RED bestimmten Funkgeräten zuweist. Das bedeutet neue Aufgaben für Hersteller, Testlabore, notisierte Stellen und Marktüberwachungsbehörden.

Was sind das für neue Aufgaben?

  1. Die Anforderungen zum Netzschutz gelten für jede Funkanlage, die selbst über das Internet kommunizieren kann, unabhängig davon, ob sie direkt oder über andere Geräte kommunizieren.

  2. Die Anforderungen zum Schutz personenbezogener Daten sowie zur Privatsphäre von Nutzern und Abonnenten gelten mit wenigen Ausnahmen für folgende Funkgeräte:

    (a) Funkgeräte, die mit dem Internet verbunden sind, sofern nicht in den Punkten (b), (c) oder (d) angegeben;

    (b) Funkgeräte, die ausschließlich für Kinderbetreuungszwecke entwickelt oder vorgesehen sind

    (c) Funkgeräte, wie in der Spielzeugsicherheitsrichtlinie definiert (intelligente Spielzeuge);

    d) Wearables (Smartwatches, Fitness-Tracker usw.).

  3. Die Anti-Betrugs-Anforderungen gelten für jedes Funkgerät, das mit dem Internet verbunden ist, wenn dieses Gerät es dem Eigentümer oder Nutzer ermöglicht, Geld, Geldwerte oder virtuelle Währungen zu übertragen

Wann werden diese Anforderungen verpflichtend?

Nach einer Übergangsphase werden die neuen Anforderungen ab dem 1. August 2024 für betroffene Produkte verpflichtend. Das ist eine sehr kurze Zeit, da nun neue Standards entwickelt werden müssen und Produkte entsprechend diesen Anforderungen aufgerüstet werden müssen. Grundsätzlich können Hersteller zwischen zwei Verfahren wählen: Selbstbewertung mit Hilfe harmonisierter Normen oder, falls diese noch nicht rechtzeitig für das Produkt verfügbar sind, die Konformitätsprüfung durch eine notifizierte Stelle.

Jedenfalls ist heute bereits ein Punkt erreicht: sich als Hersteller mit dem Thema Cybersicherheit vertraut zu machen!

Status: April 2022

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Johannes Becker B.Eng.

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Ivan Demcenko

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